Vom Allgäuer Bergkäse über bayerisches Bier, Frankenwein und Nürnberger Rostbratwürstel bis zur Siegsburger Petrusquelle reicht die Zahl der 16 typisch bayerischen Spezialitäten, die bereits EU-weit geschützt sind. Anträge auf den Schutz weiterer 26 bayerischer Produkte liegen nun der EU-Kommission vor, die über den Europäischen Herkunftsschutz entscheidet.
„Regionales Essen und Trinken sind ein Stück Heimat, ein Teil unserer Geschichte, unserer Kultur und im wahrsten Sinne des Wortes ein Teil von uns selbst“, versicherte Landwirtschaftsminister Josef Miller vor der Presse bei der Vorstellung des neuen Marketingkonzepts der Staatsregierung, das den Namen „Spezialitätenland Bayern – Heimat der Genüsse“ trägt.
Mit dem neuen Marketingkonzept sollen die verschiedenen Maßnahmen zur Absatzförderung und freiwilligen Qualitätspolitik unter ein gemeinsames Dach gestellt und weiterentwickelt werden. Zurzeit gibt es in Bayern 267 regionale Vermarktungsinitiativen, außerdem eine Zusammenarbeit mit dem Lebensmittel-Einzelhandel in Form von Aktionen sowie mit der Gastronomie, die das kulinarische Erbe Bayerns durch Erhalt lokaler Spezialitäten pflegt. Spezielle Veranstaltungen wie die Bayerischen Öko-Erlebnistage oder der Tag des Bayerischen Bieres sind weitere wichtige Teile dieses Netzwerks. Dabei ist es aber auch unerlässlich, dass der gute Name der bayerischen Produkte vor Nachahmern und Rufausbeutern geschützt wird – deshalb der Schutz der bayerischen Lebensmittel auf den nationalen und internationalen Märkten. Mittel- und langfristig peilt die Staatsregierung sogar eine Zahl von 50 geschützten bayerischen Produkten an.
Neben dem Qualitäts- und Herkunftszeichen „Geprüfte Qualität – Bayern“ gibt es für Bioprodukte das Zeichen „Öko-Qualität garantiert – Bayern“.
[Isolde Bräckle]
Weitere Informationen:
<a href=http://www.spezialitaetenland-bayern.de target=_blank>http://www.spezialitaetenland-bayern.de</a>
(Der Link wurde am 09.06.2008 getestet.)
