108 Restaurants, die im Vorjahr noch die Ehre hatten erwähnt zu werden, sind abserviert, 111 (!) neu aufgenommen worden. Und weil es so viel Spaß macht, Auszeichnungen zu verteilen, wurden gekrönt zum: Oberkellner des Jahres: Ansgar Fischer, Sommelier des Jahres: Gunnar Tietz, Restaurateur des Jahres: Fritz Keller, Pâtissier des Jahres: Nadja Hartl, zur Kochschule des Jahres: Studio von Alexander Herrmann, zur Cigar Lounge des Jahres: Hotel Graf Zeppelin. Als Entdeckung des Jahres kann sich Sebastian Ziers „La Mer“ in Sylt feiern lassen. Über das Prädikat Koch des Jahres freut sich der 37jähige Mario Lohninger aus Frankfurt.
Der Gault Millau verteilt bekanntlich Kochmützen und urteilt nach dem französischen Schulnotensystem, 20 ist die beste Note. Mit jeweils 19,5 Punkten im Gault Millau-Olymp schweben Harald Wohlfahrt, Helmut Thieltges, Joachim Wissler und – neu – Klaus Erfort vom „GästeHaus“ in Saarbrücken, dessen „Menü des Jahres“ u.a. Gemüsekrokant, Langoustine und Schweineschwänzchen kombiniert. Zum Aufsteiger des Jahres erhob der Reiseführer für Genießer Claus Alboth aus Erfurt. Er schaffte auf Anhieb 17 Punkte.
Insgesamt wurden 856 Restaurants ausgezeichnet, darunter 96 in den neuen Bundesländern (na also, geht doch!).
Im Zukunftsausblick beschreibt die Gourmetbibel die Küche von morgen als ungekünstelt, urwüchsig, pur, gesund, traditionsbewusst. Einer der viel versprechendsten Trends sei die Entdeckung der Gemüsekultur durch die deutschen Spitzenköche.
[Doris Losch]
Gault Millau Deutschland 2011, 890 Seiten, Euro 29.95, ISBN 978 3 86244 002, erschienen bei Christian Verlag GmbH, München. Als App fürs iPhone.
Weitere informationen: www.gaultmillau.de
