Die mehr als 300 Rezepte sind natürlich von heute. Klassik wurde dem 21. Jahrhundert angepasst, ohne die Tradition zu verraten. So finden wir das weltberühmte Cassoulet aus dem Languedoc wieder als „Weiße-Bohnen-Eintopf mit Würstchen“, Elsässer Sauerkraut, Pot-au-feu, original französische Apfeltaschen, aber auch Lammeintopf Lancashire und Bayerische Vanillecreme. Pasta-Fans – und Vegetarier! – werden Safran-Nudeln mit Spinat und Ricotta mögen und Tagliatelle mit Wildpilzen. Coulibiac ist ein tolles Partygericht russischen Ursprungs, Gumbosuppe mit Fisch und Meeresfrüchten entstammt der Cajun-Küche aus Louisiana.

Hobbyköche – und wer weiß, vielleicht auch der eine oder andere Profi – begrüßen bestimmt die Tipps, die Bild für Bild und Schritt für Schritt z.B. das Zubereiten von Mürbeteig und Blätterteig, das Auslegen einer Form, das Aufrollen von Frühlingsrollen und das Tranchieren eines Huhns erklären.

Die Gourmetschule „Le Cordon Bleu“ gilt als die angesehenste kulinarische Institution der Welt. Nichts weniger als „jedes Rezept der Welt“ sollen die Schüler dort von Meisterköchen erlernen. Schade eigentlich, dass kein Rezept für Cordon Bleu im Rezeptregister aufgeführt ist!

Für den Gebrauch in der Küche ist es eigentlich fast zu schade – und mit einem Gewicht von 4,276 kg möglicherweise auch zu schwer. Ideal zum Schmökern.
[Doris Losch]

„Culina classica“, 704 Seiten, rund 700 Abbildungen, 300 Rezepte, 29.95 Euro, ISBN 978 3 8331 5707 3, erschienen bei h.f.ullmann in der Tandem Verlag GmbH, Königswinter.