Eine interessante anspruchsvolle Mischung aus Reiseführer und Kochbuch liegt hier vor. Alle Beiträge stammen von den Köchen und Chefköchen der erwähnten gastlichen Stätten selbst, sind also authentisch und auf einem Niveau mit den Profis hierzulande. Das Buch räumt mit dem Vorurteil auf, südafrikanische Küche bestehe hauptsächlich aus Fleischspeisen.

Was finden wir an Appetitanregendem aus dem Schwarzen Kontinent? Da wären Kalte Gurken-Birnensuppe mit Käse, Westafrikanische Erdnusssuppe, Siggi’s Knoblauchschnecken, Strauß mit Stachelbeersauce, Äthiopische Doro Wot-Hühnchen mit Paprika-Couscous, Gestopfte Lammrippe mit Orangen-Koriandersauce, Kingclip mit Ananas, Briochekruste und Garnelensauce sowie „Ein Rudel schreiender Hyänen“. Hinter dieser ansprechenden Bezeichnung verbirgt sich ein leckerer (vermuten wir mal) Cocktail aus Wodka, Kahlua, Amarul Cream Liquor, Amaretto, Sahne und frischer Milch.

Nützlich: Ein alphabetisches Verzeichnis der Lodges, Restaurants, Hotels und Wine Estates mit e-mail-Adressen und Öffnungszeiten sowie ein Glossar der südafrikanischen Küchensprachen Afrikaans, Englisch und Deutsch. Ein Bezugsquellenverzeichnis für exotische Rohstoffe von Biltong (getrocknete Fleischstreifen) über Kroko bis Zebra komplettiert die Sache.
[Doris Losch]

Evert Kornmayer: „Südafrikas Kulinarische Geheimnisse“,522 Seiten, Softcover, engl. Broschur, 950 (leider nur schwarz-weiß) Fotos und Illustrationen, 4. Auflage, 22.95 Euro, ISBN 978 3 9808785 3 1, erschienen im Verlag Gebrüder Kornmayer, Rödermark.