Vielseitig wie sie sind, passen sich Linsen den Küchen der Welt an. Sternekoch Schwekendiek schlägt Tamilische Vadai-Linsen vor, Linsen-Falafel, Masur-Dal mit Zander. Seeteufel-Saltimbocca mit roter Linsencreme und Koriander, Passierte Linsensuppe mit Kreuzkümmel und sautiertem Sot l’y laisse wecken reges Interesse der ausgefuchstesten Feinschmecker. Besonderes Lob gilt den Gewürzlinsen mit Garnelen, Passionsfruchtsauce und Korianderöl.
Zur Geltung kommen die berühmten französischen Puy-Linsen als Beilage zu Kalbsmedaillons. Zum süßen Schluss gibt es Erdbeeren Romanoff mit Honiglinsen oder Schokoladen-Linsen-Fondant.
Und wo bleibt die Tradition? Die ist ebenfalls vertreten u.a. mit Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen, Linseneintopf mit Mettenden oder der gelungenen Euro-Asia-Mischung Linsenkraftbrühe mit Blutwurst-Wan-Tans.
Und vielleicht erfahren manche Profi-Leser sogar bei Lektüre der Warenkunde noch manches Neues, auf jeden Fall ist das mit Fotos der auf Food spezialisierten Fotografin Barbara Lutterbeck „Linsen – Das Kochbuch“ eine Inspirationsquelle, um die flotten Hülsenfrüchtchen neu aufs Podest zu heben. Ist zu Recht von dem Deutschen Institut für Koch- und Lebenskunst zum Kochbuch des Monats erhoben worden.
[Doris Losch]
Achim Schwekendiek/Barbara Lutterbeck: „Linsen – Das Kochbuch“, 160 Seiten, Klappenbroschur, über 70 Rezepte, zahlreiche Fotos, 24.99 Euro, ISBN 978 3 99011 038 6, erschienen bei der Edition Styria München/Wien.
