Dass Kenner dieser Küche typische Regionalgerichte auch mit kreativen Varianten zubereiten können, zeigt der Foodjournalist und ausgewiesene Gourmet Matthias Mangold in seinem Kochbuch „Die schwäbische Küche“ an zahlreichen Rezepten , die seine Liebe und Begeisterung für die Küche des Schwabenlandes ebenso zeigen wie seine Kreativität.

Zu einem guten Kochbuch gehört immer ein informativer Einstieg in die Küche der beschriebenen Region. Auch das bietet Mangold, dazu amüsante kulinarische Anekdoten zur Geschichte einzelner traditionellen Mahlzeiten. So erfährt der Leser viel über die schwäbische Esskultur. Sie ist nicht unbedingt etwas für Vegetarier, und auch Innereien sollte man nicht scheuen. Doch neben der deftigen Fleischküche liebt der Schwabe ebenso feine Fischgerichte und natürlich Mehlspeisen – Spätzle, Schupfnudeln und Köstliches zum Dessert wie Ofenschlupfer, Kirschmichel und andere Klassiker.

Damit auch Nicht-Schwaben alle Gerichte perfekt gelingen, erläutern Extra-Tipps worauf es beim Zubereiten ankommt. Besonders die Rubrik „Das ist wirklich wichtig“ kann hier hilfreich sein, zum Beispiel welche Mehlsorte zum Gelingen von Spätzle beiträgt, was fange ich mit dem „Schwabenkorn“ Dinkel oder mit Grünkern an, damit es eine leckere Beilage ergibt und ähnliches. An solchen Tipps merkt man, dass der Verfasser des Kochbuchs auch selbst Kochkurse gibt, durch die er neben seinen Weinseminaren bekannt wurde. Also an die Töpfe und „ebben Guats“ gekocht!
[Isolde Bräckle]

Matthias Mangold „Die schwäbische Küche“ –regionale Spezialitäten“, 144 Seiten, 20 Farbfotos von Michael Schinharl, 15,40 Euro, ISBN: 978-3-440-12587-8. erschienen im Kosmos Verlag, Stuttgart.