Glücklicherweise steht Genießen im Vordergrund. Leser werden nicht „belehrt“. Sie lernen worauf es beim nachhaltigen Einkaufen und Kochen ankommt, auf Sozialverträglichkeit, Gesundheitsverträglichkeit, Wirtschaftsverträglichkeit und Umweltverträglichkeit. Klingt theoretisch, ist es aber nicht.

Zur Sozialverträglichkeit gehören etwa faire Preise und faire Löhne, und zwar nicht nur im Ausland, denken wir an die Milchbauern, die lange ihre Erzeugnisse zu Schleuderpreisen anbieten mussten, weil Billig-Handelsketten die Preisschrauben ansetzten.
Erklärt werden die Lebensmittelgruppen Gemüse und Obst, Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse/Ölsamen/Ölfrüchte, Fette/Öle, Milch, Fleisch/Fisch/Eier (weniger ist mehr!) sowie Getränke, Kräuter und Gewürze, Süßungsmittel. Eine Orientierungstabelle dient als Kompass für die Auswahl gesunder Lebensmittel und den Einkauf. Nützlich: Ein Überblick der Zeichen regionaler Erzeugnisse (z.B. Unser Land).

Die Rezepte überzeugen feine Zungen sehr nachhaltig. Eine kleine Auswahl: Mangold-Pilz-Cannelloni, Fenchel-Zucchini-Lasagne mit Cashew-Sauce, Schäufele auf Linsen, Japanische Gemüsepfanne mit Kokosschaum, Spargelkonfekt (eine schöne Kleinigkeit für Gäste).
[Doris Losch]

Dr. Karl von Koerber/Hubert Hohler: „Nachhaltig genießen – Rezeptbuch für unsere Zukunft“, 158 Seiten, kartoniert, 50 Farbfotos, Euro 19.99, ISBN 978 3 8304 6053 4, erschienen im Trias-Verlag/Thieme Verlagsgruppe, Stuttgart.