Er lasse Gemüse einfach Gemüse sein. Die Augen sollten erkennen, was der Mensch isst, die Zunge die Zutaten schmecken und zuordnen und die Kombination bio & vegan sei schlicht unschlagbar, schreibt der Kochprofi, der in München den Cateringservice „Surdhams Kitchen“ betreibt und vegane Kurse gibt, im Vorwort zu seinem ersten Kochbuch (ein zweites folgt demnächst!).
Die Rezepte zeugen von hohem Anspruch und gleichzeitig von der Kunst, das Edle im Einfachen zu wecken. Göbs Südtiroler Heimat ist z.B. in der Maronen-Prosecco-Suppe mit Sesamstangen zu spüren (statt Prosecco darf es gerne auch Champagner sein, so die Zutatenliste).
Seine Liebe zu Bayern zeigt sich in einer originellen veganen Version des Schweinsbratens – wenn man so sagen darf – dem „Bayerischen Selleriebraten mit Blaukraut, Kartoffelbrei und Kohlrabigemüse“, Die im Ofen gegarten Selleriehälften werden dabei als „Centerpiece“ – konventionell den Bratenstücken also – eingesetzt.
Spinatgnocchi mit Orientlinsen und gebratenem Chicoree sind ein herzhaftes Mittag- oder Abendessen, die Birnen-Vanille-Tartelettes mit Pekannüssen und der Apfel-Kokos-Kuchen dürfte auch skeptische Zeitgenossen überzeugen.
Fazit: Vegan, vornehm bis edel.
(Doris Losch]
Surdham Göb: Meine vegane Küche, Hardcover,192 Seiten, mehr als 90 Farbfotos, Euro 19.89, ISBN 978 3 038 0074 18, erschienen im at-Verlag, Aarau und München.
