Die Rezepte von Manuel Weyer, dem Leiter der Johann-Lafer-Kochschule, verdienen zweifellos die „höheren Weihen“. Daneben verblassen Manna und Ambrosia. Wir zitieren: „Die Heiligen Drei Könige: Bucatini mit Saint Pierre, Jacobsmuschel und Königskrabbe, Schwarzwurzel-Bandnudeln mit sanft gegartem Rebhuhn, Feldsalat und Veilchen, Lasagne von verbotenen Früchten, Panzerotti mit verbotenem Apfel, Agnolotti Vaticano mit Paprika-Sugo …
Latein-Freunde sind angetan von den Kapitel-Bezeichnungen: Pisces, Oluscula, Carnes, Bellaria. Selbstverständlich bemerken Lateiner sofort, dass es korrekt „Habemus Pastam“ heißen müsste (Akkusativ Singular), doch das „verlorene m“ wird erklärt – wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papa! Denn: Der Teufel trägt Pasta (Pennette Diavolo).
Das edle Buch spielt mit Bibelzitaten und Eingebungen von ganz oben. Fotos und Kollagen von Ansgar Pudenz mischen antike Statuen und wunderbare Foodmotive fröhlich durcheinander. Rainer Schillings Text würzt die himmlische Pasta-Parade.
[dagusta-Bewertung:] Halleluja!
[Doris Losch]
Rainer Schillings, Ansgar Pudenz, Manuel Weyer: „Habemus Pasta – die Nudelbibel“, Hardcover mit Leinenumschlag, Goldschnitt und Leseband,108 Seiten, 120 Fotos, 26 Euro, ISBN 978 3 942518 88 8, erschienen im Verlag 99pages, Hamburg.
