Genau. „Scharfe Schnitte“ informieren über die Faszination „Messer“. Gleich zu Anfang des Buches sehen wir Hephaistos persönlich, den Gott der Schmiede und des Feuers. Er heißt Yves Pellequer, wohnt in einem gottverlassenen französischen Bergdorf und schmiedet Messer. Köche und Sammler aus aller Welt warten demütig auf die Produkte des Meisters, denn wenn er keine Lust hat, dann macht er auch nichts und dann dauert es bis der Messer-Wunsch erfüllt wird.

Das Messer, so erfahren die Leser, ist des Menschen ältestes Werkzeug, ohne Messer wären wir heute nicht das, was wir sind. Denn mit was sollten wir sonst ein Huhn fachgerecht zerlegen, eine Zwiebel würfeln, wie sollten Schlachter und Metzger dem Fleische und der Wurst Herr werden? Wie sollte Carpaccio geschnitten werden?
Eben. Ohne Messer keine Kulinarik, ja wir müssten sogar von der Tomate einfach so abbeißen und die Kräuter irgendwie zerreißen. Und wie käme die Auster aus ihrer Schale?
Ohne Messer geht gar nichts. Köche – ob Profis oder Hobbyisten – wissen, was ein gutes Messer Wert ist. Reisende Köche verlassen ihre Küche niemals ohne ihre Lieblingschneidwerkzeuge.

Das Buch ist ein schönes Geschenk, z.B. zu Weihnachten, für alle, die kochen.
[Doris Losch]

Ansgar Pudenz/Rainer Schillings: „Scharfe Schnitte – das Messerbuch“, 108 Seiten, Hardcover, Silberschnitt, ca. 160 Fotos, Euro 26.00, ISBN 978 3 942518 14 7, erschienen im Verlag 99 pages, Hamburg.