Es sei unfassbar, wie leichtsinnig mit hunderttausenden Arbeitsplätzen umgegangen werde und gleichzeitig die demografische Notwendigkeit auf qualifizierte Gesundheitsvorsorge kühl vom Tisch geweht werde. Alleine nach Bayern kamen 2009 nach Aussage des Statistischen Landesamtes fast vier Millionen Menschen mit über 21 Millionen Übernachtungen in die Heilbäder und Kurorte. "Wir stemmen rund 30 Prozent des gesamten Übernachtungsaufkommens im Freistaat", so Holetschek. "Wir haben bisher jede strukturelle Änderung geschluckt und unsere Orte mit viel Energie auf die Zukunft eingeschworen - das belegen doch die Zahlen", resümiert der BHV-Präsident. Im Krisenjahr ein Wachstum von 0,9 Prozent zu erreichen, verlange nach mehr Gehör auf Bundesebene.
Im Rahmen der Jahrespressekonferenz des bayerischen Wirtschaftsministers, Martin Zeil, mahnte Holetschek, gesunde Strukturen nicht aufs Spiel zu setzen. Wie wichtig ein Umdenken im Bereich der Kur ist, belege aus Sicht des BHV auch die jüngste Unterschriftenaktion des Verbandes. In drei Wochen haben sich 20.000 Menschen für die Kur in Bayern ausgesprochen. "Es kann doch nicht sein, dass deutsche Kassen Kuren im Ausland finanzieren und der Normalbürger auf der Strecke bleibt. Unsere Kompetenzen im Gesundheitswesen suchen ihresgleichen."
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