„Genug geträumt, jetzt wird erlebt“, verspricht Jochen Schweizer auf seiner Website. In der BMW Welt wird der einfache Autokauf zum einmaligen Erlebnis inszeniert, der Europapark Rust lockt mit einer Tagesreise durch mehrere Länder sowie Epochen und spätestens beim Probieren eines Weißwursteises mit Senf- und Biereis-Beilage beim „Verrückter Eismacher“ in München, wird einem klar: Wir leben in einer Erlebnisgesellschaft.

Grund genug für die Bachelorstudierenden der Fakultät für Tourismus der Hochschule München, sich mit dem Thema „Erlebnisinszenierung von Hospitality Leistungen“ im Rahmen einer Fallstudie intensiver zu beschäftigen. Partner der Fallstudie war die Arena One GmbH, die seit Jahren zu den führenden Anbietern im Event- und Sportcatering gehört und in München unter anderem die Outlets Allianz Arena und das Gourmet Restaurant „181“ im Münchner Fernsehturm betreibt.

Unter der Leitung der Professoren Dr. Burkhard von Freyberg und Dr. Axel Gruner analysierten die Studierenden über ein Semester lang einige ausgewählte Hospitality Leistungen in Deutschland und Österreich und entwickelten Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Erlebnisumsetzung der Münchner Arena One Outlets.
Im Rahmen der Veranstaltung besuchten die Studierenden ausgewählte Best Practice Beispiele und nahmen die Inszenierungskonzepte mit ihren Erfolgsfaktoren genauer unter die Lupe. Besucht wurden u.a. der Hangar 7 von Red Bull nahe Salzburg, das idyllisch und perfekt inszenierte Almdorf Seinerzeit und die BMW Welt in München.

Inspiriert von den inszenierten Hospitality Konzepten konnten die Studierenden der Geschäftsleitung der Arena One GmbH innovative Handlungsempfehlungen vorstellen und Anregungen für eine optimierte Erlebnisgestaltung präsentieren. Die Professoren Burkhard von Freyberg und Axel Gruner konstatierten einstimmig: „Der Trend zum Eskapismus, d.h. der Flucht aus dem privaten und beruflichen Alltag wird sich in den nächsten Jahren verstärken.

Gastgewerbliche Unternehmen, die diesen Trend erfolgreich bedienen, berücksichtigen vor allem drei Erfolgsfaktoren: Attraktionen: diese machen das Angebot unvergleichlich, wozu auch Unvorhersehbares gehört; Imagination: Illusionen und inszenierter Kulissenzauber, so realistisch wie möglich; Perfektion: Planung und Kontrolle bis ins kleinste Detail, es gilt das Null-Fehler-Prinzip.“
[Autoren: Illia Gerasymov, Katharina Phebey, Prof. Dr. Axel Gruner, Prof. Dr. Burkhard von Freyberg]

Weiterführende Informationen:
www.almdorf.com
www.arena-one.com
www.bmw-welt.com
www.europapark.de
www.hangar-7.com
www.hm.edu/fb14