So erreichte der Tourismus im Freistaat in den vergangenen zwölf Monaten über 31,2 Mio. Gästeankünfte (+ 4,7 % i.V.). Bei den Gästeübernachtungen ergab sich ein Plus von 4,2% auf 84,1 Mio. „Neue Bestmarken bei den Gästeankünften und Übernachtungen“, freut sich Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Martin Zeil anlässlich der Jahrespressekonferenz in München. Erfreulich sei dieses anhaltend stabile Wachstum im Tourismus, das es von allen Betriebsarten und Marktsegmente, insbesondere vom Campingtourismus, getragen wird.
Die positive Entwicklung führte Zeil zum einen auf Destinationen, privates Unternehmertum, Privatinitiative und Leistungsbereitschaft zurück. Zum anderen habe das Ministerium seit Zeils Amtsantritt in 2008 die bayerische Tourismuswirtschaft mit über 160 Mio. Euro gefördert. „Damit konnten wir ein Investitionsvolumen von mehr als einer Mrd. Euro in über 1.100 Tourismusbetrieben anstoßen. Mit dem erfreulichen Ergebnis: fast 2.500 Arbeitsplätze wurden neu geschaffen und mehr als 13.000 Arbeitsplätze nachhaltig gesichert“ bilanzierte Zeil.
Weiterhin verwies der Minister auf die konzeptionelle Neuausrichtung im Tourismusmarketing. Nach der überaus erfolgreichen Winterkampagne „Bayern. Mein WinterLichtBlick“ lässt sich für die anlaufende Sommerkampagne „Bayern.Sommer.Das Original“ schon jetzt ein vergleichbar positives Ergebnis prognostizieren. Das Budget für die BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH wurde seit 2008 vom Freistaat um ein Drittel aufgestockt.
Zu Megathemen haben sich Gesundheit und Incomingtourismus entwickelt. Gleichzeitig setzt die neue Marketingstrategie konsequent auf die Stärkung des Auslandsengagement, um noch mehr ausländische Gäste nach Bayern zu bringen.
Im Übrigen habe nach der Insolvenz des TVMO die Bayern Tourismus Marketing GmbH für eine kurze Übergangszeit die Messepräsenz für München/Oberbayern übernommen. „Die Grundlagen für eine neue, leistungsfähige Organisation“ werde mit Hochdruck betrieben, erklärt Martin Zeil.
Ulrich N. Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern e.V., verwies in seinen Positionen erneut auf die vom Verband verfolgten Ziele. Zum Thema GEMA: So sei „das Aussetzen der Gebührenreform … lediglich ein Etappensieg, denn die Vorgehensweise und die Forderungen der GEMA haben einmal mehr deutlich gemacht, dass dringender gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.“
Die Ablehnung des so genannten Internetprangers bei Hygieneverstößen sei „ein Hygiene-Barometer durch die Hintertür“. Vielmehr vertritt der DEHOGA Bayern die Auffassung, dass das geltende Recht den Überwachungsbehörden die notwendigen Instrumente bietet.
Dr. Martin Spantig, Geschäftsführer der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH, machte auf den bunt gemixten Bayerischer Veranstaltungssommer 2013 aufmerksam. Bayreuth ehrt Wagner: die Stadt feiert den 200. Geburtstag und den 130. Todestag Richard Wagners. Die 40. Aufführung der „Landshuter Hochzeit 1475“ zähle mit zu den Höhepunkten in Bayerns Sommertourismus. Das Allgäu wird zum erneut zum Mekka für Wanderfans - „24 Stunden von Bayern“ und der „Deutsche Wandertag“ . Und schließlich erwacht in Neuburg an der Donau die Lebenslust der Renaissance: Schlossfest in Neuburg – eine Zeitreise in die Renaissance.
Die bayerischen Heilbäder und Kurorte sind touristisch im Aufwind, stehen aber vor großen Herausforderungen. Im Jahr 2012 verzeichneten die Heilbäder und Kurorte 4,59 Mio. Ankünfte, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4,8 %. In diesem Zeitraum gab es 22,38 Mio. Übernachtungen (+ 1,7 %). „Diese Zahlen zeigen, dass Bayern das Gesundheitsland Nummer 1 ist.“, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, Klaus Holetschek.
Gleichwohl mahnte Holetscheck an: „Die Zahl der ambulanten Vorsorgeleistungen ist bundesweit von jährlich 900.000 auf rund 54.000 im Jahr 2012 zurückgegangen. Gleichzeitig steigen aber Volkskrankheiten wie Diabetes, Burnout oder Rückenbeschwerden an. Der Bayerische Heilbäder-Verband reagierte mit der Entwicklung der starken Marke „Gesundes Bayern“ auf diese Entwicklung. Doch das allein reicht nicht aus. „Wir müssen weg vom Kurieren der Krankheiten hin zu einer echten Prävention.“
Weitere Informationen:
www.stmwivt.bayern.de
www.bayern.by
www.dehoga-bayern.de
www.gesundes-bayern.de
