50 Jahre nach 1972 würde das Olympische Feuer wieder in München brennen. Für eine erneute Bewerbung soll sich nun auch das „Team München 2022“ stark machen.
Auf Einladung der Tourismus Initiative München e.V. (TIM), einem Zusammenschluss von über 150 kleinen, mittleren und großen Unternehmen aus Hotellerie, Gastronomie,
Einzelhandel sowie Sehenswürdigkeiten, Kultur- und Touristikinstitutionen Münchens, haben sich Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport für ein Bündnis „Team München 2022“ stark gemacht – mit dem Ziel, München erneut als Bewerber um Olympische Winterspiele ins Rennen zu schicken.
In dem Bündnis will TIM mit allen Partnern gemeinsam eine Strategie entwickeln, um die Münchner Bürgerinnen und Bürger von der Idee Olympischer Winterspiele in München und Oberbayern zu überzeugen.
Das Team München 2022 wird ausschließlich mit Blick auf den Bürgerentscheid aktiv, arbeitet aber in enger Abstimmung mit dem DOSB, der Landeshauptstadt München und den Partnerregionen. Im Mittelpunkt der Kommunikation und Aufklärung der Bürger steht in allererster Linie die sachliche Vermittlung von Information.
Das heutige Treffen ist nur der Startschuss und es wird in den kommenden Wochen mit den in Betracht kommenden Gemeinden das weitere gemeinsame Vorgehen besprochen, um dann die Planungen für die entsprechenden Bürgerentscheide zu koordinieren.
„Eine Bewerbung Münchens und der Region braucht ein breites, parteiübergreifendes, gesellschaftliches Bündnis und den Rückhalt der Bevölkerung“, sagte TIM-Vorstandssprecher Thomas Muderlak. „Aus diesem Grund haben wir uns heute mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Sport zusammengefunden, um dieses Bündnis zu formieren und um die nächsten Schritte zu planen. Es ist wichtig, die Münchner Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen.“
Sollte der Bürgerentscheid positiv ausfallen, muss eine Absichtserklärung für eine Olympia-Bewerbung bis zum 14. November 2013 beim IOC eingereicht werden. In den folgenden Monaten müsste dann eine ausgearbeitete Bewerbung eingereicht werden, bevor am 31. Juli 2015 auf der IOC-Session in Kuala Lumpur über den Ausrichter der Winterspiele 2022 entschieden wird.
„Diese Bewerbung soll getragen werden von den Menschen, die Sport im Alltag erleben und Sport als Bestandteil Ihres Lebens sehen“, sagte Hans-Ulrich Hesse, der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes am Freitag. „Mit der Unterstützung der Sport-Basis wird der olympische Gedanke gelebt und aktiv für die olympische Bewegung geworben.“ Tatsächlich sind die Chancen, das Olympische Feuer erneut nach München zu holen, so groß wie nie zuvor. Bereits bei seiner Kandidatur für die Spiele 2018 hat München einen blendenden Eindruck beim IOC hinterlassen, zumal ist die Zahl der Mitbewerber für 2022 überschaubar. „Olympische Spiele in München, das wäre ein Traum“, so Thomas Muderlak. „Tun wir alles dafür, damit dieser Traum wahr wird.“
[Dipl.-Kfm. Conrad Mayer], Vorstand TIM e.V., Geschäftsführender Gesellschafter Conrad
Mayer Hotel und Gastronomie GmbH, Vorsitzender der Kreisstelle München und Stv. Bezirksvorsitzender Oberbayern des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern e.V.:
„Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. unterstützt die Olympiabewerbung 2022 mit derselben Einhelligkeit und Nachhaltigkeit wie die Bewerbung 2018, für die wir bereits 27.000 klassifizierte Hotelzimmer in ganz Oberbayern gesammelt und damit die Vorgaben des IOC übererfüllt hatten. München wäre nicht die dynamische und innovative 'Weltstadt mit Herz', wenn nicht die Sommerolympiade 1972 für einen lang anhaltenden Wachstumsimpuls gesorgt hätte. Unsere weltoffene, in die Schönheit Oberbayerns und das Alpenvorland eingebettete Landeshauptstadt ist also bereits erfolgreich 'Olympia-getestet' und mit ihrer vielfältigen und hochwertigen Hotellerie und Gastronomie eine ideale Destination für die Olympischen Winterspiele 2022.“
[Birgit Häffner, Sprecherin, Munich Hotel Alliance und Stellv. Vorstandsvorsitzende „TIM e. V.“]: „Die Munich Hotel Alliance, ein Zusammenschluss der Münchner Luxus-Hotellerie, unterstützt die erneute Bewerbung Münchens und Oberbayerns um die Olympischen Winterspiele 2022. Wir begrüßen die Ausrichtung der Spiele in München und der Region als eine konsequente Weiterführung der touristischen Entwicklung. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen für Bürger und Unternehmen, der nachhaltigen Weiterentwicklung der Infrastruktur ist der Imagegewinn in der Welt für München und Bayern unübertroffen. Wir freuen uns darauf, Sportler und Sportbegeisterte aus aller Welt zu beherbergen und nach 50 Jahren erneut die besondere bayerische Gastlichkeit unter Beweis stellen zu dürfen.“
[Dr. Robert Obermeier, IHK-Wirtschafts- und Sportexperte, IHK für München und Oberbayern]:
„Der Zuschlag für Olympia 2022 wäre eine Initialzündung für die äußerst dynamische Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts München und Oberbayern in den nächsten Jahrzehnten. Die architektonische Bereicherung, Infrastrukturprojekte, die weltweite Präsenz und eine offene Willkommenskultur in der Bevölkerung würden dazu beitragen, dass München über Jahrzehnte hinweg 'auftanken' könnte. Gleichzeitig wäre das der richtige Grundstein für das prognostizierte überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum und den noch darüber hinausgehenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft. Jetzt müssen die Weichen für die Zukunft der Region München gestellt werden! “
[Innegrit Volkhardt, Vorstand TIM e.V., geschäftsführende Komplementärin, Hotel Bayerischer Hof]:
„Wir freuen uns sehr, dass nun die ersten Schritte für eine Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022 in München eingeleitet wurden. Wir engagieren uns mit ganzem Herzen für die Bewerbung Münchens. Die Olympischen Winterspiele 2022 sind eine grosse Chance, nach den sehr erfolgreichen Sommerspielen 1972, unsere Stadt, aber auch das Umland in einen ganz neuen, interessanten Fokus zu rücken. Eine ideale Plattform stellt in diesem Zusammenhang die einzigartige Kombination aus Sport, Kultur und Wissenschaft dar. Die Winterspiele 2022 sind nach unserem Erachten das wichtigste Ereignis, um weltweite Aufmerksamkeit auf München und sein Umland zu lenken. Wir sind außerdem überzeugt, dass erneute Olympische Spiele in München wieder nachhaltige und attraktive Vorhaben in München hervorbringen werden, wie es die Spiele 1972 mit dem beliebten Olympiapark, dem olympischen Dorf als städtebauliche Bereicherung oder dem Bau der U-Bahn getan haben. Die Welt wird wieder auf München schauen, als moderne, weltoffene und tolerante Metropole.“
Weitere Informationen:
www.muenchen.ihk.de
