Frankfurt hat kein Schloss Neuschwanstein, kein Brandenburger Tor, keine Reeperbahn, keinen Strand und keine Berge. Dennoch: Schaut man sich die relativen und absoluten Übernachtungszahlen an, so steht der Stadt-Tourismus sehr gut bis hervorragend da. Frankfurt ist weltweit bekannt, nicht zuletzt dank des internationalen Flughafens, der Börse, der Messe und der von Banken geprägten Skyline.

Als Generaldirektor eines internationalen Business- und First-Class-Hotels an einem der größten Flughäfen der Welt weiß ich, dass ein Großteil der Besucher aus geschäftlichen Gründen nach Frankfurt kommt. Doch genau darin liegt eine gute Chance für die Stadt, denn wer schon einmal da ist, bleibt vielleicht gerne noch einen Tag länger, um Sightseeing zu machen oder einzukaufen, oder kommt zu einem anderen Zeitpunkt privat noch einmal hierhin. Auch nutzen Stopover-Gäste oft die Wartezeit vor ihren Weiterflug für einen kurzen Trip in die City. Hierzu trägt natürlich die sehr gute Verkehrsanbindung zwischen City und Flughafen bei.

Generell ist zu sagen, dass sich der Tourismus der Stadt Frankfurt in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat und unverändert einen positiven Trend aufzeigt. Mittlerweile gibt es ein optimiertes Städtemarketing mit einigen erfreulichen Neuerungen, die der Stadt wachsende Aufmerksamkeit beschert haben. Frankfurt hat viele attraktive Freizeit- und Business-Angebote zu bieten; durch besseres Marketing wurde hier mehr Interesse bei Besuchern geweckt. Im kulturellen Bereich hat sich zum Beispiel das Städel-Museum durch attraktive Veranstaltungen hervorgetan. Klug gehandelt haben auch vor vielen Jahren die Innovatoren des Museumsufers mitsamt seinem inzwischen fest etablierten und sehr populären Fest – in diese Richtung sollte auch heute mit Mut zu Neuem gedacht und investiert werden.

Auch wenn unser Business-Hotel am Flughafen nur begrenzt vom vorhandenen Aufschwung im Frankfurter Stadt-Tourismus profitiert, so verfolgen wir diese Entwicklung mit großer Freude, denn dank der damit einhergehenden höheren Popularität der Stadt und der beschriebenen Wechselwirkung werden auch mehr Business-Meetings abgehalten. Und das ist ja eines unserer Kerngeschäfte. Zwar lockt der Wachstums-Trend im Business-Segment auch neue Investoren und damit natürlich auch mehr Konkurrenz nach Frankfurt – man denke nur an die zahlreichen geplanten Hotels oder das neue Kongresszentrum an der Messe, das im kommenden Jahr eröffnen wird – doch dem sehen wir eher gelassen entgegen.

Frankfurt ist eine äußerst spannende Stadt – man sollte nur mehr über sie reden, sie national und international noch lebhafter präsentieren und inszenieren, damit sie das bei vielen noch existierende Image einer verschlafenen Klein-Metropole mit Banken-Charakter verliert.

Weitere Informationen:
www.sheratonfrankfurtairport.com