So forderte Holetschek etwa, dass die Tourismusbranche, die in Bayern knapp 25 Mrd. Euro Bruttoumsatz erwirtschafte auch innerhalb des bayerischen Wirtschaftsministeriums mit einer eigenen Abteilung vertreten sein müsse. Immerhin registrierte der Freistaat im vergangenen Jahr über 76 Mio. Übernachtungen. Zugleich bietet der Tourismus alleine in den bayerischen Heil- und Kurbädern über 100.000 Stellen nicht abwanderbare Arbeitsplätze.

Der BHV plädiert für einfache Wege, die es auch kleinen Betrieben ermöglichen, an den Programmen stärker teil zu haben. Ein Blick auf den den bundesdeutschen Förderschnitt belegt, dass in den Jahren 1991 bis 2004 der bayerische Tourismus mit knapp 60 Mio. Euro durch den Freistaat gefördert worden ist. Im Vergleich dazu: Mecklenburg-Vorpommern hat im selben Zeitraum fast 1,5 Mrd. Euro Fördergelder insgesamt bekommen. Im gleichen Zeitraum konnte das Ostsee-Land ein Übernachtungsplus von 154,7 Prozent auf rund 26 Mio. Übernachtungen verzeichnen. "Wir begrüßen ausdrücklich eine stärkere Förderung unserer ostdeutschen Destinationen, aber fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung muss es erlaubt sein, wieder über eine Angleichung nachzudenken."

Zu Gast in Berchtesgaden: Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherschutz-Ministerium. Für diesen hatte der BHV noch ein besonderes Präsent vorbereitet: Klaus Holetschek überreichte ihm einen Gutschein für 60 sozial schwache Menschen, um diesen einen Aufenthalt in bayerischen Bädern zu ermöglichen.

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