
Fenster auf – Ware raus – Geld rein
Warum Drive-in-Konzepte im Einzelhandel langfristig Fuß fassen
Bochum. - Im vergangenen Jahr hat die Corona-Pandemie dem Einzelhandel einiges abverlangt. Lockdown-Schließungen, Verkaufsverbote oder -einschränkungen setzten vielen Unternehmern zu.
Doch wachsen seitdem auch viele kreative Ideen, um das Überleben des eigenen Unternehmens zu sichern. Drive-in- und Abhol-Konzepte gehören dazu – auch bei Gastronomen, Bäckereien und anderen Lebensmittelgeschäften.
„Was bei Fast-Food-Ketten schon seit Jahren gängig ist, setzt sich nun auch beim Bäcker, Café oder Blumenladen in der Nachbarschaft durch“, verdeutlicht Heinz-Jürgen Dohrmann. Der Geschäftsführer der Figo GmbH ist auf Planung und Umsetzung individueller Raumkonzepte spezialisiert und erklärt, warum der Einzelhandel weiter auf diese Erweiterung setzen sollte und was Unternehmer beachten sollten.
Abstand wird die Verkaufswelt lange begleiten
Der Drive-in heißt in der englischen Sprache eigentlich Drive-through, was „hindurchfahren“ bedeutet, und bezeichnet eine Dienstleistung, für die Kunden ihr Auto beim Kaufprozess nicht verlassen müssen. Bisher war die wichtigste Eigenschaft dieser Verkaufsform die Geschwindigkeit, mit der Kunden Waren quasi im Vorbeifahren entgegennehmen.
Mit Corona hat sich diese Form des Verkaufs jedoch auch in Bezug auf die geltenden Abstandsregeln bewährt. Verkaufen durchs Fenster gewährleistet automatisch einen großen Abstand und verhindert, dass sich mehrere Kunden gleichzeitig innerhalb eines Verkaufsraums aufhalten.
„Es ist offenkundig, dass die Pandemie uns und unseren Handel noch eine ganze Weile beeinflussen wird. Doch nicht nur wegen Corona können Geschäfte von diesem Konzept profitieren“, erklärt Dohrmann: „Neben dem Shop-Selling ist dieser Verkaufsweg eine kundenfreundliche Erweiterung. Zum Beispiel bei Waren, die der Kunde sich nicht mehr live im Geschäft ansehen muss, weil er das Angebot und dessen Qualität bereits kennt.“
Dabei haben Unternehmer im Handel noch immer Vorbehalte. Sie befürchten, Umsatzeinbußen durch entgangene Impulskäufe hinnehmen zu müssen, wenn Kunden nicht mehr die Verkaufsfläche betreten. „Hier wird der zusätzliche Nutzen eines Drive-in für den Kunden stark unterschätzt“, verdeutlicht Dohrmann und ergänzt: „Der Gewinn an Kaufkomfort und Zeitersparnis wird von vielen Abnehmern gern angenommen. So führt diese Maßnahme zu höheren Kauffrequenzen und nimmt positiven Einfluss auf die Kundenbindung.“
Spontankäufe sind im Vergleich viel weniger kalkulierbar und wiegen die mit steigender Frequenz einhergehenden Gewinne oft nicht auf. Darüber hinaus schließt sich bei diesen Konzepten der zusätzliche Einsatz von Displays und Warenangebot direkt am Schalter nicht aus, um Spontanumsätze zu generieren.
Entsprechende branchenübergreifende Projekte in den USA zeigen bereits seit den 30er-Jahren, welche Bedeutung Drive-through für die Kundenzufriedenheit hat. In Deutschland haben 2020 ebenfalls viele Gastronomen, Bäckereien und andere Lebensmittelgeschäfte auf diesen Verkaufsweg gesetzt – mit Erfolg.
Wer standortunabhängig arbeiten möchte, setzt auf transportfähige Containerlösungen und Buden. Auch hier unterstützt der Profi bei praktikablen, funktionalen, sicheren und konformen Lösungen. „Wir arbeiten bei Figo sogar an Drive-in-Projekten aus dem Gesundheitssektor. So entwickeln und konzeptionieren wir aktuell beispielsweise einen mobilen Container für MRT-Untersuchungen.“ Aber auch Läden mit kleinem Warenangebot oder Gastronomen begleitet der Experte für Shopkonzepte bei der Realisierung mobiler Verkaufsstellen.
Heinz-Jürgen Dohrmann gibt den Hinweis: „Anzumerken ist hier, dass auch der mobile Verkauf einen Gewerbeschein oder zumindest eine Genehmigung der lokalen Verwaltung benötigt. Zudem muss der Flächeneigentümer eine Erlaubnis erteilen.“
(Quelle: Borgmeier Public Relations)
Weitere Informationen:
www.figo-gmbh.de
* Foto: Heinz-Jürgen Dohrmann, Geschäftsführer Figo GmbH, Bochum
Zuerst auf Facebook veröffentlicht. Zum Originalbeitrag ↗



