Der am 5. Mai 1939 in München-Pasing geborene Karl-Heinz Wildmoser, Sohn eines Schusters, baute bereits mit 22 Jahren ein Gastronomie-Imperium auf.

1961 startete er als Schankwirt im Ledigenheim. Später war er unter anderem Chef der weltberühmten Gaststätte Donisl am Münchner Marienplatz und betrieb bis zuletzt den Gasthof Hinterbrühl in München Thalkirchen. Auf dem Oktoberfest war er seit 1981 Chef mit dem Zelt der Hühner- und Entenbraterei vertreten.

Sein Faible für Fußball entdeckte Wildmoser während seiner Metzgerlehre mit erfolgreicher Meisterprüfung in Rottach-Egern. Dort wandte er sich zunächst dem Boxsport zu und wurde Süddeutscher Meister. Von 1992 bis 2004 war er Präsident des Fußball-Bundesligisten TSV 1860 München (genannt „Die Löwen“). Unter seiner Ägide avancierte der Traditionsverein innerhalb von zwei Jahren von der Bayernliga in die 1. Bundesliga. Querelen um den Stadionbau der Allianz Arena in München führten zu seinem Rücktritt als TSV-Präsident. 2003 musste sich Wildmoser wegen Steuerhinterziehung verantworten.

Am Morgen des 28. Juli 2010 starb der 71-Jährige in einem Münchner Klinikum. Dort war ihm 12 Tage zuvor ein gutartiger Gehirntumor entfernt worden. Infolge einer Lungenemboli versagte sein Herz.

Ein Beitrag aus seiner Zeit.

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