Ein für Deutschland höchst ungewöhnliches Unterfangen, denn aus dem Stand heraus und ohne althergebrachte Wein- bzw. Winzertradition gelang es den beiden, einen kleinen, konstant wachsenden Weinbetrieb zu etablieren.
[Beschreiben Sie bitte in kurzen Worten die beiden Vermarktungslinien „Hammond“ und „Garage“] Zunächst fanden wir wortspielerisch „Rosamunde“ für einen Roséwein oder „Sugar Babe“ für einen süßen Riesling. Diese Namensfindungen haben uns veranlasst, das Sortiment zu unterteilen: in die klassischen Weine mit Rebsorten und z.T. Lagenbezeichnung, die nun der Hammond-Linie angehören und die eher bunten und namensbetonten Weine der „Garage“-Linie. Hergestellt werden alle Weine mit der selben Liebe und dem gleich Herzblut. Da machen wir keine Unterschiede.
[„Ohne Tradition“ - ein Vorteil im Weingeschäft?] Am Anfang empfanden wir es als sehr schwer, ohne Tradition zu sein. Wir haben die ersten Jahre auch versucht, uns im Design den traditionellen Betrieben „anzupassen“. Aber irgendwie waren das nicht wir. Und so kam, auch mit der Garage Linie, unsere Art der Weinpräsentation durch. Diese Erkenntnis, wie befreiend es ohne Tradition sein kann, war einschneidend. Wir sind frei in dem wie wir unsere Weine vermarkten und präsentieren. Wir haben keine Diskussionen mit Eltern oder vorherigen Generationen, sind an keine Wappen oder ähnliches gebunden – und wir fühlen uns mit dieser Situation ungemein wohl. Wir können machen, was WIR wollen.
[Über welche Kanäle distribuieren Sie Ihre Weine?] Zum Großteil an den Weinkunden direkt. Entweder hier ab Hof oder per Internetshop. Des weiteren sind wir in der Gastronomie vertreten, sowie in kleinen Fachhandelsgeschäften.
[Kann man Sie als „Junge Wilde im Weingeschäft“ bezeichnen?] So werden wir gerne bezeichnet, wobei wir selber uns gar nicht unbedingt so fühlen. Denn es gehören sehr viele konservative, „brave“ Tugenden dazu, um einen Weinbaubetrieb von der Pike auf zu gründen: Disziplin, Ordentlichkeit, Genauigkeit & Durchhaltevermögen sind nur ein paar davon.
[Wie gelingt es Ihnen, Wein-Einsteigern das doch recht komplizierte „Wein ABC“ näher zu bringen?] Hauptsächlich im direkten Gespräch und der Feststellung, dass jeder ein Weinkenner ist. Denn jeder kann sagen, ob ihm ein Wein schmeckt oder nicht. Basta, das ist das erste Wichtige. Schmeckt jemandem ein Wein nicht, so wird er ihm auch nicht besser schmecken, wenn Weinkritiker diesen Wein loben. (Das vollständige Interview können Sie auf www.brikada.de nachlesen).
Weitere Informationen: www.garage-winery.com
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