Insgesamt stand Alfons Ziller 51 Jahre mit Nahrungsmittelberufen in Verbindung. Zunächst begann er seine Laufbahn mit einer 3-jährigen Lehre als Metzger, studierte und trat danach in den Schuldienst ein. Nun heißt es für ihn, Abschied nehmen vom oftmals sehr stressigen Berufsalltag.
Doch noch immer verspürt der umtriebige Alfons Ziller "Ameisen im Bauch" und wird seinen Ruhestand mühelos gegen einen Unruhestand tauschen. Das Holzschnitzen zählt zu seinen Hobbies, für das er sich nun mehr Zeit gönnen möchte. "Neue Dinge" will er anpacken und seine Fähigkeiten als Metzger, Koch und Konditor in der heimischen Backstube, Wurstküche, Holzofen und Räucherkammer kenntnisreich erproben. Doch auch per Wohnmobil gilt es, mit seiner Ehefrau noch viele Länder zu erkunden. "Während meines Schuldienstes ist meine Familie sehr zu kurz gekommen", bedauert Alfons Ziller, der noch Vieles realisieren möchte.
Freilich, so ganz ohne berufliche Aktivitäten wird es nicht abgehen. Bestehende Kontakte zu Institutionen in China und Thailand will Alfons Ziller weiterhin pflegen und sein kompaktes Knowkow in branchenspezifischen Projekten mit einbringen.
Bevor Alfons Ziller jedoch offiziell Abschied vom Schuldienst nimmt, lädt er am 15. und 16. Juli 2008 zum zweitägigen Convenience-Seminar für Auszubildende der 11. Klassen Fleischereifachverkäufer/-innen in die Berufsschule für das Metzgerhandwerk ein. Auch dieser öffentlichkeitswirksame Auftritt entspricht seinem Lebensmotto: "Schule darf nicht langweilig werden!" - ein Credo, das wohl so manchen Kollegen zur liebevollen Bemerkung "Er kann´s nicht lassen!" verleiten mag. "Man muss Schüler bei Laune halten und ihnen immer etwas Neues bieten", erklärt Ziller und gesteht etwas wehmütig ein, "es ist die positive Unruhe, die der Unterricht bei den Schülern Begeisterung auslöst, die Menschen zu motivieren – das ist das Einzige, das mir in Zukunft sehr fehlen wird." [Text und Foto: Brigitte Karch]
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