Er koche so gerne mit Sahne und Butter, weil es zwischen Flensburg und Bodensee an Olivenhainen mangele, argumentiert der durch TV-Kochsendungen bekannt gewordene „Sternekoch ohne Stern“, wie er sich selbst bezeichnet. Butter schön schaumig rühren, Butter in einer Pfanne zerlassen, Butter & Sahne hinzufügen, Butter & Puderzucker schaumig schlagen... so geht das die ganze Zeit. Nein, aber wirklich zu fett sind die Gerichte nicht, sie sind traditionell, dennoch zeitgemäß. Genussbetont ist der richtige Ausdruck. Die Regionalität kommt zum Zuge in Form von Birnenauflauf mit Speck, Kartoffelsalat mit Speck und Mettwurst, die Tradition mit Linseneintopf (hmm!) und Armen Rittern süß und pikant. Weltläufige Einflüsse sind bei Hähnchen mit Pernod und Knoblauch zu beobachten. Zahlenmäßig überwiegen die Rezepte für Kuchen und Desserts, wobei besonders die Hefeklöße „Oma Mienchen“ hervorstechen.

Garniert sind die rund 70 Rezepte mit Fotos der Gerichte, Fotos von Horst Lichter in spaßigen Posen, Fotos von Horst Lichters Sammlerstücken wie Kaffeemühlen, antiken Schreibmaschinen, Pfeffermühlen, Modellautos.... Außerdem verrät er ein Geheimnis: Er hat heimlich von Johann (Lafer) gelernt!

[Über den Autor:] Der gelernte Koch Horst Lichter liebt Trödel, Antiqutitäten, Kitsch, aber vor allem Essen & Trinken. Kocht er im Fernsehen, sind gute Quoten die Regel. Seit fünf Jahren steht er mit Soloprogrammen auf der Bühne, sein neuestes Programm heißt „Sushi ist auch keine Lösung“. [Doris Losch]

[Doris Losch]

Horst Lichter „Alles in Butter – Rezepte zum Glücklichsein“, 176 Seiten, gebunden, durchgehend vierfarbig, 19.90 Euro, ISBN 978 3 442 39172 1, erschienen im Verlag Mosaik bei Goldmann, München.

Ein Beitrag aus seiner Zeit.

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