Der Meister steckt seine geschulte Nase in vielerlei Spezereien und Gewürzmischungen des Orients, durchstreift wie einst Harun-al Raschid unerkannt die Bazare und Suqs, entdeckt so manche Perle der Kochkunst und der morgenländischen Kulturen. Marokko, Syrien, Israel, der Libanon und die Türkei sind seine Ziele. Im ersten Teil des Buches führt er die geneigten Leser durch die spannende Kulturgeschichte der Gewürze und lüftet das Geheimnis traditioneller Gewürzmischungen wie Ras-el-hanout und Harissa.
Zu mehr als 150 Rezepten hat er sich inspirieren lassen, die er im zweiten Teil präsentiert. Er hat sie so angepasst, dass sie europäischen bzw. deutschen und bayerischen Gaumen schmecken, aber dennoch nichts von ihrer fremdländischen Faszination verlieren. Beispiel: Im Ganzen gebratene Seezunge auf phönizischem Gewürzdip mit Artischocken.
Dass Gewürze und Kräuter mehr können als „nur“ den Geschmack zu verbessern und abzuwandeln, beschreibt der Sternekoch in seinen Ausführungen zu der medizinischen Wirkung dieser Gaben der Natur. Jahrtausende lang waren sie die einzigen Mittel, die den Menschen zur Linderung und Heilung von Krankheiten zur Verfügung standen.
Das Glossar bzw. das Kapitel „Personen und Werke“ gleicht einem verführerischen Basar mit den Stichwörtern Seidenstraße und Weihrauchstraße, Apicius, Das buoch von guoter Spise, Tausendundeine Nacht… Mitgewirkt am Buch haben neben Alfons Schuhbeck noch Hobbykoch und Journalist Jakob Strobel y Serra und der Leiter der Forschergruppe Klostermedizin, Dr. Johannes Gottfried Mayer. [Doris Losch]
Alfons Schuhbeck: „Meine Reise in die Welt der Gewürze , 400 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen, durchgehend farbige Abbildungen, Euro 24.95, ISBN 978 3 89883 297 7, erschienen im Verlag Zabert Sandmann, München.
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