Well, es geht so wunderbar „british“ zu. Die Queen wäre bestimmt auch entzückt, zumindest amused. Hmmm… was werden für Köstlichkeiten angeboten: Erdbeer-Champagner-Marmelade (danke für das Wort Marmelade, es klingt viel gemütlicher als die EU-verordnete Konfitüre!), Kinderzimmer-Kuchen, der auch Teddybären schmeckt, Rosenblütenmarmelade, ur-englische Spezialitäten wie Scones, Shortbread, Welsh Rarebits, und – it’s a must! – das perfekte Gurkensandwich.

Wir lernen etwas über die feinen Unterschiede zwischen High Tea, Tee im Salon, Tee im Garten, Tee am Kamin und dass ein Gläschen Alkohol zum Tee erlaubt ist. Welche Tees kommen aus Indien, China, Sri Lanka, Afrika? Auch darüber klären die Autoren auf. Und wie kam es überhaupt zur englischen Tea-Tradition? Teil der Tradition ist der Battenbergkuchen, der, so will es die Anekdote, 1884 anlässlich der Hochzeit einer Enkelin von Queen Victoria mit Louis Battenberg aus der Taufe gehoben worden sein soll. Das erforderliche Ei dazu solle laut Rezept bevorzugt aus Freilandhaltung stammen (der Tradition verpflichtet).

Obendrein gibt es Empfehlungen in Sachen stilvolle Accessoires für die britische Teestunde am deutschen Tisch. Als Deutscher sollte man sich übrigens innerlich wappnen, wenn man die „perfekte Tasse Tee“ nach traditioneller Anweisung zubereitet: Je ein Teelöffel loser Tee pro Tasse und noch einen Löffel für die Kanne – das Gebräu wird gehaltvoll! To the Queen! Das Buch ist ab 15. Februar 2012 im Handel!

[Doris Losch]

Carolyn und Chris Caldicott: „Vintage Tea Party“, 128 Seiten, gebunden, zahlreiche Fotos, 18.90 Euro, ISBN 978 3 7725 2529 2, erschienen im Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus, Stuttgart.

Ein Beitrag aus seiner Zeit.

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