Eine festliche Weinprobe im edlen Kammersaal der IHK für München und Oberbayern bildete den adäquaten Rahmen für den Abschluss des Studiums des Weines in all seinen Facetten. „Sommelier zu sein, ist weitaus mehr als zu wohlgesetzten Worten Wein im Glas zu schwenken“, betonte Hans-Jürgen Podzun in seiner Laudatio. In der Tat blicken die Absolventen auf neun Monate bzw. 279 Unterrrichtsstunden harter theoretischer und praktischer Ausbildung zurück inclusive zweiwöchiger Knochenarbeit im Patenweingut. Diese Arbeit in Weinberg und -keller hatte es in sich. Von im Matsch steckengebliebenen Gummistiefeln wurde berichtet, aber auch von Glücksgefühlen angesichts in zarten Morgennebel getauchten und von ersten Sonnenstrahlen beschienenen Weinbergen voller reifer praller Trauben. Praktische Erfahrungen in den Patenweingütern in Franken, Baden, Württemberg, an der Nahe, im Rheingau, im Burgenland, am Neusiedlersee und im Gebiet Franciacorta waren wesentliche Teile der Ausbildung und Prüfung. Neben Weinbergpraxis, Rebsortenkunde, Sensorik, Harmonie von Speise und Wein etc. umfasst die Ausbildung natürlich auch die kaufmännische Seite mit Kalkulation, Aufbau der Weinkarte, Marktbeobachtung und Marktwissen.

Astrid Zieglmeier, die Leiterin der Deutschen Wein- und Sommelierschule München, wurde von ihren Schülerinnen und Schülern stürmisch gefeiert. Einhellig lobten sie ihre bei aller erforderlichen Strenge einfühlsame und menschliche Begleitung der Ausbildung. Ein Zeichen für ihre Menschlichkeit war die herzliche Umarmung einer Schülerin, die leider die Prüfungshürden diesmal nicht geschafft hatte. (Aber einen erneuten Versuch starten wird.)

Die IHK-Prüfung zum Sommelier/zur Sommeliere ist die vorletzte Sprosse zu höchsten Wein-Ehren, dem Internationalen Meistersommelier und Bachelor Professional of Wine. Alle Sommeliers und Sommelieren gehören heute bereits zu einer „kleinen, feinen Elite im besten Sinne“, wie Hans-Jürgen-Podzun bei der Abschlußfeier betonte und das mit natürlich edlem Tropfen gefüllte Glas hob. [Doris Losch]

Weitere Informationen: www.weinschule.com

Ein Beitrag aus seiner Zeit.

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