Insgesamt nehmen rund 1000 Mitwirkende an diesem Spektakel teil. Angeführt wird der Zug, der erstmals 1887 stattfand, vom Münchner Kindl hoch zu Ross; ihm folgt traditionell der Münchner Oberbürgermeister in einer Festkutsche.
Die Leiterin des Münchner Tourismusamtes und zugleich Oktoberfestleiterin, Dr. Gabriele Weishäupl, sprach im Vorfeld der Wiesn (19. September bis 4. Oktober 2009) über die zahlreichen Neuheiten des 16-tägigen größten Volksfestes der Welt. „Turmhoch und wild wird die Wiesn heuer über die Bühne gehen“.
Die Wiesnwirte berichten von einer derzeit „guten Auslastung ihrer Kapazitäten“. Die Hotellerie in München und Umland sei an den Oktoberfest-Wochenenden „so gut wie ausgebucht“, unter der Woche könne man jedoch noch Übernachtungsmöglichkeiten buchen, sagte Dr. Weishäupl.
„Die viel zitierte Krise“, prognostiziert zuversichtlich Dieter Reiter vom Referat für Arbeit und Wirtschaft, „wird einen großen Bogen um das Oktoberfest machen, man kann mit gesicherten Einkünften rechnen.“ Immerhin – so Reiter – rechne man mit ähnlichen Einkünften wie im Vorjahr. So beträgt der Wirtschaftswert des Oktoberfests 857 Mio. Euro. Dabei geben die durchschnittlich rund sechs Millionen Festbesucher in den 16 Tagen insgesamt etwa 324 Mio. Euro (pro Person durchschnittlich 54 Euro) auf dem Oktoberfest direkt aus. - Die auswärtigen Besucher lassen für Verpflegung, Einkäufe, Taxifahrten oder die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel weitere rund 205 Mio. Euro in der Stadt.
Kopfzerbrechen bereitet der Oktoberfestleiterin das „Vorglühen“ jugendlicher Wiesnbesucher. Diese würden nach durchzechter Nacht in den frühen Morgenstunden direkt auf die Wiesn drängen und den mitgebrachten Alkohol weiter konsumieren. Hier drohte Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid, die Wiesn-Zelte anstatt um 9 Uhr erst zur Mittagszeit zu öffnen, „um einem Imageschaden des Oktoberfestes vorzubeugen.“
Weitere Informationen: www.oktoberfest.eu www.brikada.de
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