Nur etwa 3.000 professionelle Barkeeper gibt es in Deutschland. Von den meisten anderen Berufen unterscheidet sich in erster Linie ihre Arbeitszeit: Schon lange bevor der offizielle Barbetrieb beginnt, bereiten sich die Barkeeper auf ihre Gäste vor. Sie starten meist schon um 16 Uhr – etwa zwei bis drei Stunden später kommen die ersten Gäste. Die Arbeit endet meist nicht vor zwei Uhr morgens. Am Wochenende kann es sogar noch später werden. Für Nachtmenschen ist der Beruf optimal.

Adriano Paulus bringt es auf den Punkt: „Ich wollte nie einen Schreibtischjob machen, sondern dahin wo das Leben spielt.“ Und wo spielt das Leben mehr als in einer angesagten Bar?

Ein guter Barkeeper braucht für seinen Job eine fundierte Ausbildung als Restaurantfachmann oder im Gastgewerbe. Zur Grundausstattung eines Barkeepers gehört ein gutes Fachwissen der Spirituosen und ein Gespür für interessante Rezepte! Und auch die Kommunikation mit den Gästen ist wichtig: „Unbewusst sind wir Barkeeper auch Psychologen. Man muss seinen Gästen das Gefühl vermitteln, für sie da zu sein. Nach der Schweigepflicht des Arztes kommt direkt die des Barmanns“, schmunzelt Paulus.

Auch Paulus hat eine fundierte Ausbildung hinter sich, arbeitete in verschiedenen Bars und ist nun seit drei Jahren in der Negroni Bar. Paulus ist außerdem Meinungsführer einer exklusiven Gruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat klassische Spirituosen in neue Drinks zu mischen. Einer der Klassiker, für die sich Paulus begeistert, ist Asbach. Der Barkeeper sagt: „Ein guter Weinbrand wird eigentlich eher pur getrunken.

Für alle Cocktail-Fans verrät Adriano Paulus sein Rezept für eine seiner neuen Kreationen: „Der cremige Löwe namens Alexander“:

[„Sweet Lion“] Gemixt wird: 5 cl Asbach 5 Jahre, 2 cl Sahne (3,5 %), 1,5 cl Brown Creme de Cacao, 0,5 cl Taylor´s Port 10 Jahre. Als Abschluss wird darüber ein wenig Walnuss gerieben.

Wem die cremige Variante zu schwierig ist, hier der Drink des Sommers 2012 mit Ginger Ale

[„Bernstein“] 5 cl Asbach 5 Jahre, 3 dash Orange Bitter, 1 dash Angostura Bitter, Orangenscheibe, Orangenzeste, Ginger-Ale.

Weitere Informationen: www.negronibar.de

(Der Link wurde am 22.02.2012 getestet.)

Ein Beitrag aus seiner Zeit.

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