Es unterscheidet sich von allen gängigen bayerischen Biertypen „ganz deutlich “, wie der Junior-Chef der Müllerbräu, Manuel Müller (25), verspricht.

In den USA, wo Craft-Brewers (= handwerkliche Brauereien), Trendsetter für neue Bierstile sind, ist das Bier längst Kult. Dabei stammt es eigentlich aus dem kolonialen England. Um die lange Seefahrt nach Indien zu überstehen wurde das Pale Ale stärker und mit hohen Hopfengaben gebraut.

Alexander Büch (43), seit Oktober 1. Braumeister beim Müllerbräu, der zuvor bei namhaften Brauerein im In- und Ausland tätig war und auch mit diesem Bierstil schon Erfahrungen sammeln konnte, stellt nun erstmal für Müllerbräu ein Imperial Pale Ale (IPA) vor.

Herausgekommen ist ein dunkel-bernsteinfarbenes Bier mit rund 7 % Alkohol und 19 % Stammwürzegehalt, das mit obergäriger englischer Ale- Hefe gebraut ist. Was das IPA so unvergleichlich macht, ist die Hopfung: Neben der normalen Hopfung mit der Perle aus dem brauereieigenem Anbau, wird, wie in diesem Fall mit der Sorte Citra, ein besonders fruchtbetonter Aromahopfen erst bei der Gärung des Bieres zugegeben.

Brauer nennen dieses Verfahren „hopfenstopfen“. Dadurch erhält das Bier ein ausgeprägt intensives Hopfenaroma. „Wir waren bei den ersten Verkostungen davon selbst überrascht“, verrät der Braumeister, „unser IPA hat ganz ausgeprägte Mango-, Pfirsich- und Grapefruitnoten.“ Und weil Büch die Hopfengabe nicht ganz so hoch dosiert hat, wie es beispielsweise die US-Brauer handhaben, überzeugt das Müller IPA durch eine angenehme Hopfenbittere. „Wir werden mit unserem IPA daher auch traditionelle Biertrinker ansprechen“, hofft Manuel Müller, „und vielleicht sogar Konsumenten, die sich bislang wenig für Bier begeistern konnten.“

Das Müller IPA gibt es ab dem 23. April vorerst nur im Fass und nur in insgesamt sechs Gastronomien: Müllerbräu-Hotel-Restaurant, Pfaffelbräu, Moosburger Hof, Atrium, Domino und Othello.

Und ein Name wird für das Bier auch noch gesucht, weshalb die Brauerei einen Wettbewerb auslobt: Unter allen Einsendern wird ein Tisch für acht Personen beim diesjährigen Pfaffenhofener Volksfest verlost. Dem Einreicher des ausgewählten Vorschlages winkt ein außergewöhnlicher Preis: Er wird in Bier aufgewogen.

Weitere Informationen: www.muellerbraeu.com

Ein Beitrag aus seiner Zeit.

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